FMEA - Risikoanalyse und -management

Risiken frühzeitig zu analysieren und Maßnahmen zu ergreifen, die die Eintrittswahrscheinlichkeit oder Auswirkung reduzieren, ist eine grundlegende Verantwortung der Geschäftsleitung und muss Bestandteil jedes größeren Projekts sein.


Der methodische Standard in der Risikoanalyse ist die FMEA (Failure Mode and Effects Analysis), die wir als Software-Applikation anbieten.

Risiken werden gesammelt, bspw. bei einem Brainstorming des Projektteams, inhaltlich beschrieben und dann bewertet. Die Bewertung erfolgt hierbei auf Basis von drei Kriterien:

  • Auftretenswahrscheinlichkeit – wie wahrscheinlich ist, dass das Risiko eintritt?  (1-2 = unvorstellbar; 3-4 = unwahrscheinlich; 5-6 = gelegentlich; 7-8 = wahrscheinlich; 9-10 = häufig)
  • Schwere der Auswirkungen, wenn das Risiko eintritt (1-3 = vernachlässigbar; 4-6 = geringfügig; 7-8 = kritisch; 9-10 = katastrophal)
  • Entdeckungswahrscheinlichkeit – wie wahrscheinlich ist es, dass der zugrunde liegende Fehler unbemerkt bleibt? (hoch = 10 und gering = 1)

Je häufiger ein Fehler vorkommt, je schwerer seine Auswirkung ist und je weniger man ihn entdeckt, desto höher ist das Risiko für das Unternehmen, seine Mitarbeiter, Kunden und Partner.

Um die Arbeit an den Risiken priorisieren zu können, wird aus der Bewertung der einzelnen Faktoren durch Multiplikation eine Risikoprioritätszahl ermittelt. Je höher diese Zahl ist, desto dringender sind Maßnahmen zu ergreifen.

Hierbei ist es wichtig zu verstehen, dass es eine logarithmische Kennzahl ist, d.h. sie sich nicht proportional entwickelt. Konkret: eine RPZ von 125 bedeutet bereits eine 50% Wahrscheinlichkeit für alle drei Faktoren (=5 x 5 x 5) und sollte nicht vernachlässigt werden.

Risikoanalyse ist, wie jeder Bericht, darauf ausgerichtet, Aktionen zu erarbeiten und umzusetzen, die das erkannte Probleme reduzieren oder vermeiden. Bei der FMEA geht es dementsprechend darum, für die einzelnen Risiken

  • die Auftretenswahrscheinlichkeit zu reduzieren, bspw. durch Wareneingangskontrollen, Schulung der Mitarbeiter*innen oder besseres Produkt- und Prozessdesign.
  • die Schwere der Auswirkungen zu begrenzen, bspw. durch Brandschutzvorrichtungen, Vermeidung von schwierigen Rohstoffen (giftig, ätzend, entflammbar) oder Vergabe von Seriennummern, aber auch den Abschluss von Versicherungen.
  • die Entdeckungswahrscheinlichkeit zu erhöhen, so dass ein etwaiges Problem schnell und früh erkannt wird, bspw. durch laufende Qualitätskontrollen, visuelle Prozessteuerung oder die Nutzung von Sensoren.

Als Werkzeug hierfür bieten wir die klassische FMEA-Übersicht an, ergänzt durch eine Risikoanalyse für den einzelnen Prozess, wie es für das detaillierte Qualitätsmanagement hilfreich und notwendig ist.

Die FMEA-Übersicht und die Einzelrisikoanalysen sind in unserem Werkzeugkasten integriert als Teil unseres Angebots für Produktivitätswerkzeuge und Wissenspool sowie des Angebots für Qualitätsmanagement. Die jeweilige Software-Applikation ist (private-) Cloud-basiert und damit sofort überall verfügbar. Sie kann einfach individualisiert und ergänzt werden.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Unsere Angebote auf einer Seite finden Sie HIER (FMEA) oder HIER (SixSigma) und HIER (QM).
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